
Virkkunen erklärte, sie selbst befürworte eine gesamteuropäische Lösung; es sei aber noch keine Vorentscheidung gefallen. Auch müsse man bei dem Thema berücksichtigen, dass soziale Medien für Jugendliche eine wichtige Informationsquelle seien.
In Australien war Anfang Dezember ein Gesetz in Kraft getreten, wonach Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine eigenen Konten mehr auf Plattformen wie Instagram, Tiktok oder Snapchat besitzen dürfen. Inzwischen erwägen einzelne EU-Staaten ebenfalls solche Verbote.
Auch in Deutschland wird über neue Regeln diskutiert
Auch in Deutschland wird über neue Regeln für Kinder und Jugendliche im digitalen Raum diskutiert. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa vom Dezember befürworten 60 Prozent der Menschen in Deutschland ein Social-Media-Verbot für Nutzerinnen und Nutzer unter 16 Jahren. Das Meinungsbild in der Politik ist gemischt. Skeptiker verweisen darauf, dass die Maßnahme ein erheblicher Einschnitt in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sei.
Bundesbildungsministerin Prien (CDU) hatte im September die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" eingesetzt. Das neue Gremium soll binnen Jahresfrist "konkrete Handlungsempfehlungen" vorlegen.
Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
