
Die Europäische Union wolle weiter dazu beitragen, dass aus dem derzeitigen fragilen Waffenstillstand ein dauerhafter Frieden auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung werde, so von der Leyen.
Merz betonte ebenfalls die Solidarität Deutschlands mit Israel. Das Land könne auf das deutsche Engagement zählen, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederhole. Zudem bekräftigte der Bundeskanzler, die Regierung werde Antisemitismus konsequent bekämpfen. Jüdinnen und Juden müssten in ganz Deutschland ohne Angst leben können. Man trete denen entgegen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellten.
Jüdische Gemeinden beklagen Antisemitismus
Vertreter des Judentums verwiesen angesichts von massiv gestiegenem Antisemitismus auf starke Einschränkungen im Alltag. Der Präsident der orthodoxen Europäischen Rabbinerkonferenz, Goldschmidt, betonte, Juden und Israelis seien weiterhin konkrete Ziele von Terror und Gewalt. Diese Gefahr präge den Alltag jüdischer Gemeinden in Europa. Goldschmidt führte aus, Synagogen und Schulen bräuchten massiven Schutz. Geld, das für Bildung, Jugendarbeit oder die Unterstützung älterer Menschen gebraucht würde, fließe in Sicherheitsdienste, Kameras und Schutzmaßnahmen.
In Israel sowie in vielen deutschen Städten wird mit Gedenkveranstaltungen der Opfer des Überfalls gedacht. Außerdem gibt es hierzulande Demonstrationen gegen das militärische Vorgehen Israels als Reaktion auf das Massaker.
Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen unter anderem der Hamas rund 1.200 Menschen getötet, 251 waren in den Gazastreifen verschleppt worden. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde im Gazastreifen beziffert die Zahl der Opfer israelischer Angriffe auf mehr als 74.000.
Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.











