Island
EU-Politiker bedauern und respektieren "Nein" der Isländer zu Beitrittverhandlungen

Politiker der EU haben mit Bedauern auf die Ablehnung der Isländer zu einer Wiederaufnahme von EU-Beitrittsgesprächen reagiert.

    Menschen halten Island-Flaggen sowie ein großes Plakat mit der Aufschrit "Nei"
    Beim Referendum über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU haben die Isländer mehrheitlich mit Nein gestimmt. (AFP / JONATHAN NACKSTRAND)
    Der Vorsitzende der SPD im Europäischen Parlament, Repasi, sagte dem Deutschlandfunk, er hätte sich einen anderen Ausgang des Referendums gewünscht. Die Bürger in Island hätten vor der Frage gestanden, ob sie in Zeiten eines unberechenbaren US-Präsidenten Trump eine engere Anbindung an die EU wollten oder ihre Autonomie in der Fischereipolitik. Repasi betonte, die Tür der EU stehe für Island weiterhin offen.
    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, McAllister, sprach von einer souveränen demokratischen Entscheidung der Menschen in Island, die er respektiere. Das Ergebnis des Referendums ändere nichts an den engen Beziehungen zwischen dem Land und der EU, betonte McAllister in einer gemeinsamen Erklärung mit dem CDU-Politiker Lins. - In Island hatten fast 53 Prozent der Stimmberechtigten gegen erneute EU-Beitrittsgespräche votiert. Die Regierung hatte sich dafür ausgesprochen.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.