
Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, soll Costa von mehreren Regierungschefs Unterstützung für die Kontaktaufnahme zu Russland bekommen haben. Konkret werden etwa Irland und Lettland genannt. In deutschen Regierungskreisen war von einem Affront die Rede. Bundeskanzler Merz habe klargestellt, dass Costa der Repräsentant der EU sei, aber nicht der Vermittler. Unmut soll auch Frankreichs Präsident Macron bekundet haben. EVP-Chef Weber nannte die Reaktionen teils übertrieben. Weber sagte im Dlf, Europa müsse mit Russland verhandeln, aber man sei auch bereit, Sanktionen zu verschärfen.
Costas Büro bestätigte, dass es bereits Kontakt mit Russland aufgenommen hat, um diplomatische Kanäle zu öffnen. Hintergrund sind mögliche Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Die EU-Außenbeauftragte Kallas wird von Moskau als mögliche Ansprechpartnerin nicht akzeptiert.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
