Nahost
EU rügt Israel wegen neuem Siedlungsbau im Westjordanland

Die Europäische Kommission hat neue Siedlungsvorhaben Israels im besetzten Westjordanland verurteilt.

    Blick aus der Ferne auf den braunen Berghang, über dessen Spitze sich eine Reihe von gleich aussehenden Gebäuden zieht.
    Israelische Siedlung an einem Berg in der judäischen Wüste im Westjordanland. (picture alliance / dpa / newscom / Debbie Hill)
    Eine Sprecherin der Behörde sagte in Brüssel, das geplante "E1"-Projekt zwischen Ostjerusalem und der israelischen Siedlung Ma'ale Adumim würde das Westjordanland in zwei Teile zerschneiden, Ostjerusalem isolieren und die Lebensfähigkeit einer Zwei-Staaten-Lösung weiter untergraben. Zudem sei die Region durch Fälle von anhaltender Siedlergewalt zunehmend instabil.
    Israel plant den Bau von insgesamt rund 3.400 neuen Wohneinheiten. Die ersten 1.200 davon waren in der vergangenen Woche vom Bauministerium ausgeschrieben worden.
    Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und über 500.000 israelische Siedler, deren Orte nach internationalem Recht als illegal gelten.
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.