Konflikt um Grönland
EU-Sondergipfel am Donnerstag - US-Finanzminister warnt vor Vergeltungszöllen

Im Streit um Grönland hat US-Finanzminister Bessent die europäischen Staaten vor Vergeltungszöllen gewarnt.

    Verschneite Häuser in Nuuk, Grönland
    Verschneite Häuser in Nuuk, Grönland (IMAGO / Anadolu Agency)
    Er halte das für sehr unklug, sagte Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Europa solle nicht an der Absicht von Präsident Trump zweifeln, die Insel zu übernehmen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas warnte die USA vor der Verhängung von Strafzöllen. Staatliche "Souveränität sei kein "Handelsgut", schrieb sie auf X. Europa wolle keinen Streit beginnen, werde aber seine Position behaupten, betonte Kallas.
    Bundeskanzler Merz sagte nach Beratungen des CDU-Vorstands, es gelte das Prinzip der territorialen Integrität. Mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen hielt er sich zurück, um, wie er sagte, möglichst jede Eskalation mit den USA zu vermeiden. Dagegen erklärte SPD-Chef und Finanzminister Klingbeil bei einem Besuch seines französischen Kollegen Lescure in Berlin, Europa lasse sich nicht erpressen und bereite mögliche Gegenmaßnahmen vor.
    Am Donnerstag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Sondergipfel über eine Antwort auf Trumps Drohungen beraten.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.