
Hohe Energiepreise, Bürokratie sowie starke Konkurrenz vor allem aus China und die Zollpolitik der USA setzen der europäischen Wirtschaft schwer zu. Innerhalb der EU gehen die Meinungen über die passenden Antworten auseinander. Bundeskanzler Merz und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen etwa sprechen sich vor allem für einen Abbau der Bürokratie aus, für Handelsabkommen mit Drittstaaten und dafür, den Binnenmarkt zu stärken und Hürden abzubauen. Der französische Präsident Macron schlägt unter anderem vor, dass in der EU europäische Unternehmen etwa bei öffentlichen Aufträgen bevorzugt werden sollen.
Dombrovskis pocht auf konstruktive Haltung
EU-Wirtschaftskommissar Dombrovskis sagte im Deutschlandfunk, die Wettbewerbsfähigkeit gehöre neben der Sicherheit zu den Prioritäten der Kommission. Zum Teil seien Gesetzesinitiativen bereits in der Umsetzung, etwa zur Vertiefung des Binnenmarkts. Es gebe innerhalb der EU zwar weitgehende Einigkeit bei bestimmten Zielen wie Forschungsinvestitionen, Senkung der Energiepreise oder Vereinfachung von Vorschriften. Doch müssten die Mitgliedsstaaten ihre Komfortzone verlassen, um diese Fragen gemeinsam voranzubringen, meinte Dombrovskis.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
