Automobilindustrie
EU und China einigen sich auf Drosselung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die EU und China haben sich auf eine Drosselung chinesischer Exporte von Hybrid-Autos verständigt. Das teilte EU-Handelskommissar Šefčovič nach Verhandlungen in Peking mit. Über die nächsten vier Jahre sollen mehrere Millionen weniger Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Autos nach Europa ausgeführt werden.

    Hunderte Elektroautos stehen auf einem Kai in Lianyungang, in der Jiangsu Provinz in China und warten darauf, auf ein Schiff verladen zu werden.
    Chinesische Elektroautos vor dem Transport. (IMAGO / NurPhoto)
    Die Lieferungen in die Europäische Union könnten dadurch um mehr als die Hälfte zurückgehen. Šefčovič sprach von einem wichtigen, ersten Schritt, um das Gleichgewicht in der Handelsbilanz wieder herzustellen. Die Ergebnisse der Verhandlungen sollen nun EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und später den EU-Mitgliedstaaten vorgelegt werden.
    Der EU-Handelskommissar war gestern nach China gereist, um über die angespannten Handelsbeziehungen zwischen Peking und Brüssel zu beraten.
    Die EU hatte 2024 Strafzölle auf chinesische Elektroautos verhängt. Als Grund nannte sie unfaire Staatshilfen. Seitdem verkauften chinesische Hersteller mehr Hybrid-Autos nach Europa. Einen Begrenzung der Exporte hatte das Handelsministerium in Peking bisher abgelehnt.

    Automobilbranche: "Positives Signal"

    Der Verband der Automobilindustrie begrüßte die Vereinbarung. Die Verständigung sei ein erstes positives Signal, sagte VDA-Präsidentin Müller laut Mitteilung. Zugleich fügte sie hinzu, eine abschließende Bewertung der Vereinbarungen sei erst möglich, wenn die konkreten Inhalte, Rahmenbedingungen und Auswirkungen auf die Automobilindustrie im Detail bekannt würden. 
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.