
Gestern hatten die Ermittler mitgeteilt, dass der Brand in einer Bar vermutlich durch funkensprühendes Tischfeuerwerk ausging, das zu nah an brennbares Dämm-Material der Decke gehalten worden sei. Ein Experte sprach von "Partyfontänen". Videos im Internet zeigen, wie sie in Champagnerflaschen steckten und durch die Bar getragen wurden. Die Decke fing daraufhin Feuer. Die Ermittler erklärten, nun werde geprüft. ob die Brandschutzvorschriften in der Bar eingehalten wurden. Das Feuer war während einer Silvesterfeier in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Hier können Sie ein Interview mit dem leitenden Branddirektor der Feuerwehr München dazu hören.
Teils auch innere und lebensgefährliche Verletzungen
Nach Angaben der Walliser Kantonsregierung kamen bei dem Unglück 40 Menschen ums Leben, 119 wurden verletzt - die meisten so schwer, dass sie weiter in Lebensgefahr schweben. Die Verletzten wurden zunächst in auf Brandwunden spezialisierten Kliniken in Genf und Lausanne behandelt. Viele haben nach Angaben von Ärzten nicht nur äußere, sondern auch innere Verbrennungen erlitten. Die Behandlung dürfte oft Monate dauern.
Nach Angaben der Behörden sind die meisten der Opfer Schweizer Staatsbürger, insgesamt 25 kommen aus Frankreich und Italien. Ob sich Deutsche unter den Opfern befinden, ist weiter unklar. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, kann es Tage dauern, bis die Namen aller Opfer festgestellt sind. Experten nutzten dafür auch Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich "100-prozentig sicher" sein, bevor man die Familien informiere, hieß es.
Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.
Brandkatastrophe durch Tischfeuerwerk ausgelöst – Schweiz unter Schock
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana - Behörden informieren
Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
