
Das sagte Ratspräsident Costa nach Beratungen mit den ständigen Vertretern der 27 EU-Länder in Brüssel. Bei dem Sondergipfel solle die europäische Antwort auf die Zolldrohungen von US-Präsident Trump koordiniert werden. Nach Angaben aus EU-Kreisen könnte der Gipfel am Donnerstag in Brüssel stattfinden.
Trump hatte im Streit über seine Ansprüche auf Grönland Sonderzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische NATO-Partner angekündigt. Die betroffenen Staaten warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor dem Risiko einer Eskalation. Man sei entschlossen, die eigene Souveränität zu wahren.
Bundesaußenminister Wadephul und der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Weber, stellten die Unterzeichnung des EU-Handelsabkommens mit den USA infrage. Damit würden ab 6. Februar automatisch zusätzliche Zölle für die USA im Volumen von 93 Milliarden Euro gelten. Sie waren im vergangenen Sommer als Reaktion auf Trumps erste Zolldrohung beschlossen worden. Die Sonderabgaben sollten in Kraft treten, falls es zu keiner Verhandlungslösung mit den USA käme.
Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
