
Man habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU sorgfältig zu bedenken, sagte Europaministerin Bauer von der konservativen ÖVP der "Welt am Sonntag". So würde eine Aufnahme der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur die Europäische Union maßgeblich verändern. Außerdem müssten alle Kandidaten dieselben Regeln befolgen und sich einen Beitritt durch Leistung verdienen. Bundeskanzler Merz, der eine schnelle Aufnahme ebenfalls für ausgeschlossen hält, hatte zuletzt einen Sonderstatus für die Übergangszeit vorgeschlagen. Dieser könnte Kiew etwa eine Teilnahme an EU-Gipfeln und Ministerräten ermöglichen, jedoch ohne Stimmrecht.
Brüssel hatte erst Mitte Juni mit den Beitrittsverhandlungen begonnen.
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
