Entschließung
Europaparlament verlangt Maßnahmen gegen Armut

Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission zu einer deutlich ambitionierteren Strategie gegen Armut in Europa aufgefordert.

    In Berlin steht das Zelt einer obdachlosen Person unter der Hochbahn auf der Straße.
    Das Europaparlament will, dass Armut als Verletzung der Menschenrechte anerkannt wird. (Imago | Seeliger | Imago | snapshot-photography | T.Seeliger)
    Die Abgeordneten verlangen in einer Entschließung, Armut ausdrücklich als Verletzung der Menschenwürde anzuerkennen und ihre Beseitigung bis spätestens 2035 zum Ziel zu machen.
    Die stellvertretende Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion, Bischoff, erklärte, Armut betreffe Millionen arbeitender Menschen und besonders viele Kinder. Wer sie wirksam bekämpfen wolle, müsse ihre Ursachen wie unsichere Arbeit, niedrige Löhne und ungleiche Chancen angehen.
    Die EU-Kommission will in diesem Jahr erstmals eine EU-weite Armutsstrategie vorlegen. 2024 waren mehr als 93 Millionen Menschen in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, darunter 20 Millionen Kinder.
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.