Sexualität
Europarat beschließt Resolution gegen "Konversionstherapien"

Der Europarat hat eine Resolution gegen sogenannte "Konversionstherapien" verabschiedet.

    Blick auf das Gebäude des Europarates
    Der Europarat, Council of Europe (Imago / Panama Pictures / Dwi Anoraganingrum)
    In dem in Straßburg verabschiedeten Beschluss der Parlamentarischen Versammlung wird an die Gesetzgeber der Mitgliedsstaaten appelliert, solche Praktiken zu verbieten. Als "Konversionstherapien" werden Vorgehen bezeichnet, die darauf abzielen, die sexuelle Identität oder sexuelle Orientierung von Personen zu ändern oder zu unterdrücken. Dazu zählen etwa Versuche, homosexuelle oder transgeschlechtliche Menschen zu einer heterosexuellen Lebensweise zu bewegen.
    In der Resolution heißt es dazu, solche Maßnahmen seien wissenschaftlich unbegründet, gesundheitsschädlich und eine Verletzung der Menschenrechte. Mehrere europäische Staaten haben Konversionspraktiken, die vor allem in religiösen Organisationen praktiziert werden, bereits ganz oder teilweise verboten, darunter Deutschland.
    Die Parlamentarische Versammlung des Europarats dient dem politischen Dialog der 46 Mitgliedsstaaten, hat aber keine gesetzgeberische Kompetenz.
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.