Interview der Woche
EVP-Fraktionsvorsitzender Weber fordert mehr Frontex-Beamte für EU-Außengrenzschutz

Der EVP-Fraktionsvorsitzende im Europäischen Parlament, Weber, hat seine Forderung nach einer Stärkung der EU-Grenzschutzpolizei Frontex bekräftigt. Weber sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, für die Zukunft wünsche er sich 50.000 Frontex-Beamte. Diese sollten Europa an der Außengrenze schützen.

    Manfred Weber läuft lächelnd an den Fotografen vorbei. Er trägt Brille und eine dunkle Anzugjacke.
    Manfred Weber, Mitglied des Europäischen Parlaments (picture alliance / SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON)
    Der CSU-Politiker kritisierte in diesem Zusammenhang die Ausweitung der Kontrollen an den Binnengrenzen. Es sei finanziell verrückt, dass zwischen Frankreich, Spanien, Deutschland, Italien und Österreich überall wieder Grenzkontrollen aufgebaut würden.

    EU-Handelspakt mit USA führt zu Planungssicherheit

    Zum EU-Handelspakt mit den USA sagte Weber, der Deal habe dazu geführt, dass die europäische Industrie Planungssicherheit habe. Das sei wichtig, weil alle unter Wachstumsschwäche leiden würden. Der CSU-Politiker räumte ein, dass die Vereinbarung mit einem pauschalen 15-Prozent-Zollsatz für die Europäer bei gleichzeitiger Zollfreiheit für US-amerikanische Produkte ein Ungleichgewicht habe.
    Zugleich reagierte Weber auf Stimmen, die die EU aufforderten, einen ähnlichen Weg wie Kanadas Premierminister Carney einzuschlagen, der sich in der Handelspolitik offensiv gegen die USA stellt. Weber mahnte, trotz aller aktuellen Schwierigkeiten die gemeinsamen transatlantischen Interessen nicht aus dem Blick zu verlieren.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.