Konservative
EVP-Politiker beraten über Europas Rolle in der Welt - Weber plädiert für Ende des Einstimmigkeitsprinzips

Die Spitzen der Europäischen Volkspartei wollen heute in Kroatien über die Rolle Europas in der sich ändernden Weltordnung beraten.

    Manfred Weber steht vor einem Mikrofon. Hinter ihm eine blaue Wand mit dem Logo der EVP-Fraktion.
    Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber (CSU) (picture alliance / dpa / Uwe Anspach)
    Zu dem Treffen in der Hauptstadt Zagreb werden unter anderem Bundeskanzler Merz, Kommissionspräsidentin von der Leyen, Polens Ministerpräsident Tusk und der EVP-Vorsitzende, der CSU-Politiker Weber, erwartet. Thema soll unter anderem ein Vorschlag sein, die Rats- und die Kommissions-Präsidentschaft in einem Amt zusammenzuführen, um Europa ein einheitlicheres politisches Gesicht zu geben.
    Weber sagte im Deutschlandfunk, momentan gebe es eine Aufspaltung der Zuständigkeiten. Er plädiere dafür, diese in einer Person zusammenzufassen, um etwa mit US-Präsident Trump oder dem russischen Präsidenten Putin auf Augenhöhe zu verhandeln. Weber sprach sich zudem für ein Ende des Einstimmigkeitsprinzips aus, das eine Zustimmung aller EU-Staaten bei gewissen Fragen erfordert. Der EVP-Vorsitzende rief außerdem dazu auf, einen EU-weiten offenen Kapitalmarkt zu schaffen ähnlich dem Binnenmarkt für Güter.
    Die EVP vereint auf europäischer Ebene konservative und christdemokratische Parteien.
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.