
Greenspan war Befürworter der Deregulierung des Finanzsektors. Der Notenbankchef hatte in seinen fünf Amtszeiten immer wieder bewusst vermieden, sich konkret festzulegen. Auch seine Kommunikation hatte großen Einfluss auf die Finanzmärkte.
"Er war eine herausragende Persönlichkeit, die jahrzehntelang unter Präsidenten beider Parteien die US-Wirtschaft mitgeprägt hat", erklärte Mitchell. Greenspan sei aber auch "stets ehrlich genug" gewesen, "seine Fehler einzugestehen", fügte sie hinzu. Kritiker warfen dem ehemaligen Fed-Chef vor, er habe mit seiner Niedrigzinspolitik der Finanzkrise von 2008 und 2009 den Boden bereitet.
Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
