Maut-Prozess
Ex-Staatssekretär weist Vorwürfe zurück

Im Prozess um die gescheiterte Pkw-Maut hat der frühere Bundesverkehrsminister Scheuer die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

    Andreas Scheuer (hinten r, CSU), ehemaliger Bundesverkehrsminister, und Gerhard Schulz (hinten l), ehemaliger Staatssekretär im Bundesverkehsministerium, kommen mit ihren Anwälten zum Prozess.
    Andreas Scheuer (hinten r, CSU), ehemaliger Bundesverkehrsminister, und Gerhard Schulz (hinten l), ehemaliger Staatssekretär im Bundesverkehsministerium (Bernd von Jutrczenka / dpa)
    Sie lauten auf Falschaussage. Der CSU-Politiker sagte vor dem Landgericht Berlin, er habe vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags wahrheitsgemäß geantwortet. In dem Ausschuss zur Maut-Affäre 2019 ging es um Verträge mit Mautfirmen, die unterzeichnet wurden, obwohl die Gefahr bestand, dass das Projekt vom Europäischen Gerichtshof gestoppt wird. Das geschah dann auch. Der Bund musste daraufhin 243 Millionen Euro Schadenersatz an die Firmen zahlen.
    Der Anklage zufolge sollen Vertreter der Maut-Betreiber Scheuer angeboten haben, die Verträge erst dann zu unterzeichnen, wenn das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vorliegt. Scheuer bestritt das vor dem Untersuchungsausschuss. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eine wahrheitswidrige Aussage.

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    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.