
Müller sagte der Katholischen Nachrichtenagentur es gebe keine Selbstentzündung in Wäldern aufgrund von Sonnenstrahlung oder Wärme. Die einzig natürliche Waldbrandursache ist demnach in Deutschland ein Blitzeinschlag bei Gewitter. Alles andere ist nach Worten des Experten menschengemacht, "reicht von der Entzündung durch alte Munition über Fahrlässigkeit und Unfälle bis durchaus sehr häufig zur Brandstiftung".
Auch eine Glasscherbe könne keinen Waldbrand verursachen, betont Autor und Forstwirt Peter Wohlleben. Er schätzt, dass rund zwei Drittel der Waldbrände mit Absicht gelegt werden. Einen Grund für die rasche Ausbreitung von Bränden sieht Wohlleben in der Aufforstung mit Nadelbäumen. Kiefer, Fichte oder Douglasie seien voller ätherischer Öle, die leicht brennen.
Waldschutz-Experte Müller sieht die Brände durch die Trockenheit und den Klimawandel begünstigt: "Es brennt nicht, weil es warm ist. Es brennt, weil es trocken ist und Menschen Waldbrände verursachen."
Diese Nachricht wurde am 15.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
