Jahresgutachten
Expertenkommission zu KI: Europa braucht deutlich mehr Rechenzentren

Deutschland und die EU sollten nach Ansicht der Expertenkommission "Forschung und Innovation" in großem Stil in Rechenzentren investieren, um im KI-Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das Gremium übergab sein Jahresgutachten in Berlin an Bundeskanzler Merz.

    Symbolbild: im Flur eines Rechenzentrums sind illuminierte Wellensignale zu sehen, die sich durch die Luft schlängeln. Links und rechts sind die Server in Glasschränken untergebracht.
    Fachleute weisen auf die Bedeutung von Rechenzentren für die KI-Forschung hin. (IMAGO / Westend61 / Mischa Keijser)
    Darin heißt es, Deutschland und Europa verfügten zwar über starke Forschungslandschaften und erste Erfolge bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz, lägen aber im internationalen Vergleich, vor allem gegenüber den USA und China, bei der Entwicklung von KI-Modellen und der Umsetzung von KI in die Wertschöpfung zurück.
    In dem Gutachten wird unter anderem angeraten, dass die Bundesregierung auf europaweit unternehmensfreundlichere Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI drängt. Zudem sollten Deutschland und die anderen EU-Staaten innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt 10 bis ⁠15 Prozent ⁠der weltweiten Rechenkapazität bereitstellen, um den internationalen Anschluss nicht zu verlieren.
    Der Bundeskanzler sagte bei der Übergabe, Deutschland wolle wieder Technologie-Führerschaft ⁠übernehmen. Ziel sei, 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung für ‌Wissenschaft auszugeben. Die Expertenkommission besteht aus sechs Fachleuten und berät die Bundesregierung in wissenschaftspolitischen Fragen.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.