Finanzmarkt
EZB verhängt Strafen gegen JP Morgan SE

Die Europäische Zentralbank hat Strafen in Höhe von mehr als zwölf Millionen Euro gegen den europäischen Zweig der US-Investmentbank JP Morgan verhängt.

    Das Gebäude der Europäischen Zentralbank.
    EZB verhängt Strafen gegen JP Morgan (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Die Sanktion sei erfolgt, weil JP Morgan SE falsche Angaben zum Kapitalbedarf gemacht habe, teilte die EZB mit. Zwischen 2019 und 2024 habe die Bank in ihrer Bilanz auf der Vermögensseite sogenannte risikogewichtete Aktiva unter Wert ausgewiesen. Dadurch sei die EZB daran gehindert worden, sich ein vollständiges Bild von dem Risikoprofil der US-Investmentbank zu machen und ihren Kapitalbedarf korrekt einzuschätzen. Weiter heißt es, JP Morgan habe die Verstöße mit grober Fahrlässigkeit begangen. Die internen Kontrollen der Bank hätten die Verstöße nicht rechtzeitig aufgedeckt. Wie es weiter heißt, kann JP Morgan die Entscheidung vor dem Gerichtshof der Europäischen Union anfechten.
    Transparenzhinweis: In einer ersten Fassung der Meldung war von einer Rekordstrafe in Höhe von mehr als zwölf Milliarden Euro die Rede. Das war ein Fehler. Wir haben die Meldung korrigiert.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.