Medizinische Primärversorgung
Fachärzte sehen Warkens Modell kritisch

Fachärzte sehen die von Bundesgesundheitsministerin Warken geplante Einführung einer medizinischen Primärversorgung kritisch. Danach soll die Hausarztpraxis künftig die erste Anlaufstelle sein.

    "Wartezimmer" ist auf der Tür eines Wartezimmers in einer Arztpraxis zu lesen.
    Ein Wartezimmer in einer Arztpraxis (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)
    Die CDU-Politikerin argumentiert, es gehe um eine bessere, effizientere Versorgung mit kürzeren Wartezeiten sowie mehr Orientierung für Patienten.
    Für Patienten sei es wichtig, dass sie bei akuten Beschwerden sofort vom richtigen Arzt behandelt würden, sagte der Regensburger HNO-Spezialist Holler im Deutschlandfunk. Man sehe in der täglichen Praxis, dass dies häufig nicht passiere. Das Vorstandsmitglied des Bayerischen Facharztverbandes sieht auch bei der Umsetzung eines Primärsystems Probleme. Es gebe nicht genügend Hausärzte, bundesweit fehlen aktuell etwa 5.000, so Holler.
    Diese Nachricht wurde am 28.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.