
"Der beschämende Versuch einer einzelnen Person - des FIFA-Präsidenten selbst -, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, hat einen Verrat offenbart, den der Fußball niemals vergessen wird", heißt es in einer von Football Supporters Europe (FSE) verbreiteten Erklärung.
Auch Verbände in Ungarn und Montenegro unterstützen Infantino nicht mehr
Zuvor hatten weitere europäische Fußballverbände Infantino die Unterstützung für eine mögliche Wiederwahl im kommenden Jahr entzogen. Ungarns Verbandspräsident Csanyi, der zugleich einer der Vizepräsidenten des Fußballweltverbands ist, warf Infantino Mängel bei der Verbandsführung vor. Auch Montenegros Verbandschef Savicevic verkündete, dass er Infantino nicht unterstützen werde. Zahlreiche weitere Verbände vor allem aus Europa waren zuvor ähnlich vorgegangen.
Seit dem geplatzten Investorendeal der FIFA zum Verkauf von Anteilen an der Vermarktung der WM-Turniere drängt der europäische Verband UEFA gemeinsam mit den Kontinentalverbänden aus Nordamerika und Asien auf Infantinos Rücktritt. Der hat allerdings weiterhin viele der stimmberechtigten Nationalverbände auf seiner Seite, vor allem aus Afrika, aber auch aus Nordamerika, Südamerika, Asien und Ozeanien. Infantino steht im März zur Wiederwahl bis 2031. Eine Gegenkandidatur gibt es bislang nicht.
Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
