USA
Fast 1.000 erfasste Masernfälle seit Anfang des Jahres

Im Jahr 2000 galten Masern in den USA eigentlich schon als besiegt. Aber nach aktuellen Zahlen gibt es einen Anstieg an Infektionen. Die überwiegende Mehrheit der Erkrankten war nicht geimpft.

    Ein Hinweisschild vor dem Seminole Hospital District, USA, informiert über das Angebot von Masern-Tests.
    Die Masern sind in den USA auf dem Vormarsch. (Julio Cortez/AP/dpa)
    Die Zahl der Maserninfektionen stieg seit Anfang des Jahres auf 982, wie aus Informationen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. 2025 wurden im gesamten Jahr landesweit insgesamt 2.281 Fälle gemeldet – der höchste Stand seit Jahrzehnten. 
    Von den nun seit Jahresbeginn gezählten Fällen waren 94 Prozent der Betroffenen entweder nicht geimpft oder der Impfstatus gilt als unbekannt.
    Mehrere Länder, die die Masern laut der Weltgesundheitsorganisation besiegt hatten, haben den WHO-Status "frei von Masern" nach großen Ausbrüchen wieder verloren, darunter Spanien, Großbritannien und Österreich. Deutschland galt nicht als masernfrei. 
    Auch die USA könnten ihren WHO-Status als masernfrei verlieren. Die WHO empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent für die zweimalige Impfung. Laut CDC ist in den USA diese Quote seit 2019 in Kindergärten nicht mehr erreicht worden, und jedes Jahr seither gefallen.
    Der von US-Präsident Trump ernannte Gesundheitsminister Kennedy hatte lange Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gegen Masern geäußert, bevor er angesichts der Entwicklung eine Impfung als wirksamste Methode zur Eindämmung der Verbreitung nannte. 
    Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Sie können in Extremfällen lebensbedrohlich sein.
    Diese Nachricht wurde am 22.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.