Frankreich
Festnahmen nach gewaltsamem Tod eines Rechtsextremen in Lyon

Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Rechtsextremen in Frankreich sind neun Verdächtige verhaftet worden.

    Demonstranten in Lyon halten Fahnen hoch, ganz im Vordergrund ein Rollstuhlfahrer mit einer besonders großen Fahne.
    In Frankreich gehen Aktivisten der Rechten auf die Straße, um an das Opfer zu erinnern. (AFP / GUILLAUME BAPTISTE)
    Unter ihnen soll sich auch der Mitarbeiter eines Abgeordneten der linkspopulistischen Partei "La France Insoumise" befinden, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr. Der 23-jährige soll in der vergangenen Woche in Lyon als Ordner Teilnehmer einer rechten Gruppe geschützt haben, die den Auftritt einer linksgerichteten Europaabgeordneten stören wollten. Dabei war er von Vermummten attackiert worden und später an seinen Verletzungen gestorben.
    Daraufhin wies Justizminister Darmanin "La France Insoumise" eine Mitverantwortung zu, weil deren Reden und Wortbeiträge "ungezügelte Gewalt" provozierten. Der Vorsitzende Mélenchon wies dies zurück, seine Partei lehne jegliche Gewalt ab.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.