Milliardenprojekt
Feuer bremst neuen Teilchenbeschleuniger aus

Es ist ein großer Rückschlag für ein milliardenschweres Forschungsprojekt: Ein Feuer auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt hat einen hohen Schaden angerichtet. Das wird zu Verzögerungen bei einem internationalen Projekt führen, das dort gerade gebaut wird - ein neuer Teilchenbeschleuniger.

    Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand auf dem Gelände der GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt.
    Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand auf dem Gelände der GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt. (Boris Roessler / dpa-POOL / dpa)
    Die 1,1 Kilometer lange, ringförmige Anlage soll helfen, Fragen zum Beispiel aus der Raumfahrt und der Medizin zu erforschen. Darin sollen kleinste Teilchen auf 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden - um Materie zu erzeugen, wie sie sonst nur weit entfernt im Universum vorkommt. Eigentlich war der Probelauf für die Anlage für Ende des Jahres geplant, dieser Termin ist nach jetzigem Stand nicht mehr möglich.
    Der hessische Forschungsminister Gremmels von der SPD sprach von einem schwarzen Tag für den Forschungsstandort. Man gebe alles, dass das Großprojekt höchstens zeitlich etwas verzögert werde.
    Nach Angaben eines Sprechers des Forschungszentrums wurde das Feuer von einem Kurzschluss ausgelöst. Betroffen sei die bereits bestehende Anlage zur Teilchenbeschleunigung, die neue Anlage sei nicht betroffen. Verletzt wurde niemand, wie die Feuerwehr mitteilte.
    Der Teilchenbeschleuniger soll rund 3,3 Milliarden Euro kosten.
    Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.