Hohes Venn
Feuerfront in Belgien mehr als einen Kilometer breit - Feuerwehr Monschau: "Gefahrenlage hier hat sich entspannt"

Der Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hat sich weiter ausgebreitet.

    Nachtaufnahme: Am Horizont erhellt rötlicher Flammenschein den Brandrauch des Großbrands im Hohen Venn.
    Nachtaufnahme: Waldbrand im Hohen Venn hinter Windkrafträdern bei Kleinhau (picture alliance / Bonn.digital / Marc John)
    Nach Angaben der Behörden haben die Flammen inzwischen rund 3.000 Hektar Vegetation vernichtet. Das Feuer gilt als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Die Feuerfront erstreckte sich am Morgen über einen Kilometer, wie der Sender RTBF berichtete. Einsatzkräfte aus Deutschland und Luxemburg sowie zwei Hubschrauber aus den Niederlanden sind laut lokalen Behörden bereits vor Ort. Gestern wurden Evakuierungen für rund 600 Menschen aus zwei belgischen Gemeinden in der Nähe des Brandes angeordnet.
    Die Feuerfront rückte auf knapp drei Kilometer an die deutschen Grenze heran. Deshalb war die Lage auch in der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau angespannt. Die Bewohner einiger Ortsteile waren aufgerufen, ihre Häuser und Wohnungen wegen Rauchbelastung vorübergehend zu verlassen. Laut der örtlichen Feuerwehr hat sich die Feuerfront seit der Nacht jedoch nicht weiter auf Monschau zubewegt. Daher habe sich die Gefahrenlage dort entspannt.
    Diese Nachricht wurde am 16.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.