Trotz Kritik
FIFA bestätigt: Infantino tritt 2027 zur Wiederwahl an

Der umstrittene FIFA-Präsident Infantino wird sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. Das erklärte eine Sprecherin des Weltfußballverbands. An Infantinos Absicht, im kommenden Wahl erneut für das Amt zu kandidieren, habe sich nichts geändert.

     FIFA-Präsident Gianni Infantino sitzt bei der WM in den USA im Stadion und klatscht in die Hände. Er schaut nach oben.
    FIFA-Präsident Gianni Infantino (Eric Gay / AP / dpa / Eric Gay)
    Am Samstag vor der Eröffnung der U20-Weltmeisterschaft der Frauen in Polen hatte Infantino auf Fragen zu seiner Zukunft noch ausweichend reagiert. Als ein Journalist ihn fragte, ob er definitiv zur Wahl antreten werde, verließ er lächelnd die Runde, hob dabei aber den Daumen.  
    Infantino ist in den vergangenen Monaten extrem unter Druck geraten und steckt in der größten Krise seiner Amtszeit. Besonders seine publik gewordenen und mittlerweile zurückgenommenen Pläne über die Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte sorgten für Entrüstung.
    Die Europäische Fußball-Union UEFA will Infantinos Wiederwahl beim FIFA-Kongress im kommenden März verhindern. UEFA-Boss Ceferin gilt als einer der schärfsten Kritiker Infantinos. Der Slowene selbst hatte aber angekündigt, den 56-Jährigen nicht herauszufordern. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 18. November. Infantino hat das Amt seit 2016 inne.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.