
Marokkos Verbandschef Fouzi Lekjaa, der im mächtigen FIFA-Rat sitzt und außerdem ein Delegierter im Wirtschaftsministerium des Landes ist, hatte von einer feststehenden Vergabe gesprochen. "Die Stadt Benslimane wird das WM-Finale ausrichten. Ob man es mag oder nicht", sagte Lekjaa der Nachrichtenagentur Associated Press zufolge. "Und ich hoffe, dass Marokko im Finale spielen wird." Marokko baut in Beslimane in der Nähe von Casablanca derzeit ein Stadion mit Platz für 115.000 Menschen. Das Land ist neben Spanien und Portugal Gastgeber der WM 2030. Zudem werden in Argentinien, Paraguay und Uruguay anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der WM drei Eröffnungsspiele ausgerichtet.
In britischen Medien war immer wieder berichtet worden, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino das Finale an Marokko geben möchte, im Austausch für Unterstützung im aktuellen FIFA-Machtkampf . Die FIFA weist das zurück. Seit dem gescheiterten Versuch Infantinos, private Investoren an den FIFA-Turnieren zu beteiligen, drängt der europäische Fußballverband UEFA auf dessen Rückzug. Bislang steht er aber weiterhin im März zur Wiederwahl, einen Gegenkandidaten gibt es bisher nicht. Die Abstimmung findet am 18. März beim FIFA-Kongress in Marokkos Hauptstadt Rabat statt.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
