Interview
Finnischer Präsident Stubb: Glaube nicht an russischen Angriff auf die Nato

Der ​finnische Präsident Stubb geht nicht davon aus, dass Russland die NATO angreifen wird.

    Finnlands Präsident Alexander Stubb und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stehen sich gegenüber und geben sich die Hände.
    Finnlands Präsident Alexander Stubb bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (Archivbild) (IMAGO / APAimages / IMAGO / PRESIDENT OF UKRAINE \ apaimages)
    Die Abschreckung der NATO sei stärker als die jeder anderen Militärmacht auf der Welt, sagte Stubb der "Bild"-Zeitung. Es ergäbe für niemanden Sinn, die Entschlossenheit dieses Bündnisses auf die Probe zu stellen. Russland wolle aber Angst säen, meinte Stubb.
    Das Einzige, womit Russland noch eskalieren könnte, wäre eine Mobilmachung. Wahrscheinlich werde es im Herbst dazu kommen. Aktuell verliere die russische ‌Armee monatlich zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten, sagte Stubb mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Es würden aber nur 27.000 neue rekrutiert.
    Der finnische Präsident äußerte zudem die Erwartung, dass weder die hohen Verluste an Soldaten, noch die wirtschaftlichen Probleme Russlands zu einem Ende des Krieges führen würden.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.