
Zudem zeigt es laut dem Professor an der Indiana University in den USA, dass Ki-Assistenten menschliches Handeln verändern. Wenn etwa die KI einen Fehler mache, würden einige Menschen wütend, sagte er dem Deutschlandfunk. Paradoxerweise wollten sie dem Assistenten gewissermaßen wehtun, als wäre er ein Mensch, hielten sich aber weniger zurück, weil er eben keiner sei. Hier zeige sich, dass KI-Assistenten zu neuem Verhalten führten. Sie passten nicht in die bekannten Kategorien "Mensch" und "Maschine". Sie seien irgendwie beides. Entsprechend würden KI-Assistenten beschimpft, auch wenn das keinen Sinn ergebe. Insgesamt handele es sich um ein verbreitetes Phänomen, führte Brendel unter Verweis auf vorhandene Daten aus. Generell werde noch sehr wenig zu diesem Thema geforscht. Es gebe aber gezielte Projekte dazu, unter anderem von ihm.
Robotern werden Gegenstände in den Weg gelegt, um sie zu "ärgern"
Nach Einschätzung der deutschen IT-Beratung Viadee gibt es regelmäßig solche Fälle. Das reiche vons Beleidigungen gegenüber den Systemen bis hin zu Manipulationsversuchen, teilte das Unternehmen dem Handelsblatt mit. Experten beobachteten zudem Szenen, wie Mitarbeiter in Logistikzentren die Arbeit von Robotern gezielt sabotieren, indem sie etwa den Maschinen mit Gegenständen den Weg versperrten. Die Rede bei solchen Vorkommnissen ist von "Robomobbing". Die Menschen hätten Angst, ersetzt zu werden, und niemand nehme ihnen diese Sorgen, sagte der Hamburger Organisationspsychologe Florian Schweden dem Handelsblatt.
Robomobbing ist auch ein Symptom der Angst, von Maschinen ersetzt zu werden
LautBranchenverband Bitkomhaben 70 Prozent der Bundesbürger Angst vor KI. 22 Prozent befürchten, durch KI ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Rund zwei Drittel fühlen sich von KI überfordert und würden sogar gänzlich lieber in einer Welt ohne leben. Unter aktiven KI-Nutzern fallen die Zahlen zwar geringer aus, bewegen sich aber auch zwischen 20 und 50 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
