
Freigelegt wurden mehrere sich überschneidende Straßen sowie Keramiköfen und andere handwerkliche Installationen. Sie stammen aus dem siebten oder achten Jahrhundert nach Christus, wie die israelische Altertumsbehörde IAA mitteilte.
Die strukturierte Anlage mit geraden Straßen legt aus Sicht der Forscher nahe, dass der Komplex sehr sorgsam geplant wurde. Auch die Lage dürfte kein Zufall gewesen sein: Der Standort habe sich nahe der Hauptstraße, die Jaffa, Ramla - damals die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks befunden - und Jerusalem miteinander verbanden habe, hieß es.
Rund 150 Jahre in Nutzung
Nach Angaben der Archäologen wurde der Komplex etwa 150 Jahre genutzt, bevor er unter unbekannten Umständen aufgegeben wurde. Im zehnten Jahrhundert wurden dort wieder Gebäude errichtet, die allerdings im Zuge des Ersten Kreuzzugs 1099 wieder aufgegeben wurden. Danach blieb das Areal lange Zeit unbewohnt.
Die Forscher weisen auf die Bevölkerungsvielfalt hin, die zur Zeit der ersten Errichtung der Gebäude in der Region bestand. So waren dort jüdische, muslimische, christliche und samaritische Gemeinden beheimatet. Die Funde ließen aber keinen Schluss zu, welche dieser Gemeinschaften den Komplex seinerzeit errichtet hatte.
Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
