South Dakota
Forscher melden möglichen Durchbruch bei der Suche nach Dunkler Materie

Wissenschaftler aus den USA haben bei der Suche nach dunkler Materie neue Hinweise gefunden. Bei einem unterirdischen Experiment in South Dakota wurde möglicherweise eine neue Teilchenwechselwirkung beobachtet.

    Galaxien (hier M 51) bestehen aus leuchtenden Sternen und Gasmassen, aber sie enthalten vor allem viel Dunkle Materie – eine unsichtbare Supermacht im All.
    Galaxien bestehen aus leuchtenden Sternen und Gasmassen und aus Dunkler Materie. (Hubble/NASA/ESA)
    Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters und die ”New York Times” berichten, könnte erstmals das bisher hypothetische Teilchen WIMP nachgewiesen worden sein. WIMP steht für "weakly interacting massive particle“ (schwach wechselwirkendes massives Teilchen). Es gilt als ein Kandidat, um Dunkle Materie im Universum zu erklären.
    Dunkle Materie gilt als eines der größten Rätsel der Physik. Sie macht rund 85 Prozent der Masse des Universums aus, ist aber nur indirekt nachweisbar. Viele Theorien gehen davon aus, dass dahinter bisher unbekannte Teilchen stecken, die so gut wie nie mit gewöhnlicher Materie in Wechselwirkung treten.

    Experiment in stillgelegter Mine

    In South Dakota wird seit 2012 eine mögliche Wechselwirkung von unbekannten Teilchen mit flüssigem Xenon untersucht. Die Lage, etwa 1,1 Kilometer unter der Erde in einer stillgelegten Goldmine, gilt als eine der ruhigsten der Welt.
    Die Forscher betonten, der Nachweis des WIMP-Teilchens sei nicht sicher. Es handle sich um ein einzelnes Ereignis. Zunächst müssten andere Erklärungen ausgeschlossen werden. Auch andere Forscherinnen und Forscher äußerten sich vorsichtig zu den Ergebnissen.
    Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.