Dienstag, 09. August 2022

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Forschungsprojekt
Welche Macht haben Bilder?

Nie zuvor waren Bilder in so hoher Zahl und so einfach verfügbar wie in Zeiten der digitalen Medien. Doch führen solche Fotos dazu, sich Protestbewegungen anzuschließen? Das soll eine Pilotstudie der Universität Freiburg zeigen.

Diana Panke im Gespräch mit Thekla Jahn | 18.04.2017

    In der Kategorie "General News" gewann der russische Fotograf Sergey Ponomarev den World Press Photo Award für ein Bild eines Flüchtlingsbootes vor den griechischen Inseln.
    Wie groß ist der Einfluss solcher Bilder? (dpa/World Press Photo/Sergey Ponomarev)
    Ein Land, über das wir gerade verstärkt sprechen, ist die Türkei - nicht nur wegen des Referendums am Wochenende. Ein Foto, das viel über die Situation in diesem Land aussagt, ist das Pressefoto 2017.
    Es zeigt einen türkischen Polizisten, der im vergangenen Dezember ein Attentat auf den russischen Botschafter in einer Galerie in Ankara verübt hat und hasserfüllt schreiend neben dessen Leiche steht.
    Welche Macht haben Bilder wie diese? Oder Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten?
    Das Weltpressefoto 2017 in der Kategorie Nachrichten von Burhan Ozbilici. Es zeigt den Moment, als der türkische Bereitschaftspolizist Mevlüt Mert Altintas am 19.12.2016 den russischen Botschafter Andrej Karlow in einer Galerie in Ankara erschießt.
    Das Weltpressefoto 2017 von Burhan Ozbilici. (The Associated Press/Foto: Burhan Ozbilici)
    Politikwissenschaftlerin Diana Panke von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg will sich mit ihren Kollegen in einem Forschungsvorhaben mit der Frage beschäftigen, wie Medienbilder die Bereitschaft zum Protest beeinflussen. Erste Einschätzungen zur Macht der Bilder gibt sie im Corsogespräch.
    Hinweis: Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate lang als Audio-on-demand abrufen.
    Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.