Montag, 06. Dezember 2021

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Forum neuer Musik 2018Rebellion und Improvisation

Radikal sein, kein Risiko scheuen, Wirklichkeiten abbilden. Hans-Joachim Hespos und Nikola Lutz gehen dabei verschiedene Wege. Der niedersächsische Komponist will der Musik alles Gezähmte, Gezüchtete austreiben. Die Stuttgarter Performerin entfachte beim Forum neuer Musik mit "Foco_2018" ein multimediales Feuerwerk.

Am Mikrofon: Barbara Eckle und Egbert Hiller | 08.07.2018

Nikola Lutz (mit Saxofon in der Hand) mit ihren Kollegen für das Projekt FOCO_2018
Nikola Lutz mit ihrem "Foco_2018"-Ensemble im Deutschlandfunk (Deutschlandradio / Thomas Kujawinski)
Hans-Joachim Hespos, Jahrgang 1938, versteht sich als Extremist. Er stellt extreme Forderungen an Interpreten, er möchte in seiner Musik das Ursprüngliche, Undomestizierte wieder zu reaktivieren. Enikö Ginzery (Cimbalom) und Dominik Susteck (Orgel) präsentierten je drei Solowerke – komponiert aus Klanggewalt und aus Stille.
Nikola Lutz verknüpft künstlerische Grenzgänge gern mit politischen Themen. In "Foco_2018" thematisierte sie das Zur-Ware-werden jedweder sozialer Impulse. In einer Collage aus Live-Musik, Zuspielungen und Videoinstallationen bot sie mit ihrer Band ein Raum-Klang-Ereignis, das die menschliche Wahrnehmung herausfordert.
Hans-Joachim Hespos
Solowerke für Cimbalom und Orgel
Enikö Ginzery, Cimbalom
Dominik Susteck, Orgel
Aufnahme vom 14.4.2018 in der Kunst-Station Sankt Peter, Köln
Nikola Lutz
Foco_2018
Nikola Lutz, Saxofon, Turntable
Remmy Canedo, Programmierung, Video
Mark L. Kysela, Saxofon, No Input Mixer
Thilo Ruck, Gitarre
Tim Roller, Elektronik
Martin Lorenz, Schlagzeug, Turntable
Aufnahme vom 15.4.2018 im DLF Kammermusiksaal
Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.