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Fragen und offene Wunden
Hamburg ein Jahr nach dem G20-Gipfel

Karawanen von schwarzen Panzerglas-Limousinen, in denen die Staatschefs durch Hochsicherheitszonen zu ihrem Tagungsort chauffiert wurden. Auf der anderen Seite brennende Autos, geplünderte Geschäfte und hilflose Polizisten: Die Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg vor genau einem Jahr sind vielen noch in Erinnerung.

Eine Sendung von Eva-Maria Götz und Andreas Beckmann (Moderation) | 04.07.2018
    Das Schulterblatt, die zentrale Straße im Schanzenviertel ist am 09.07.2017 in Hamburg vollkommen menschenleer.Am 07. und 08. Juli kamen in der Hansestadt die Regierungschefs der führenden Industrienationen zum G20-Gipfel zusammen. In der Nacht zum 08.07 eskalierten die Proteste im Schanzenviertel, die Polizei ging mit einem massiven Aufgebot gegen Randalierer vor. In der Nacht zum 09.07 kam es zu erneuten Auseinandersetzungen.
    Nach dem G20-Gipfel in Hamburg (picture alliance / dpa / Axel Heimken)
    Danach sollte das große Aufräumen folgen und die Klärung der Fragen: Wer war schuld an der Eskalation? Wie hätte sie vermieden werden können? Und welche Konsequenzen folgen daraus für Politik und Polizei, aber auch für die linke Szene?
    Nun, nach einem Jahr, wollen wir Bilanz ziehen. Was ist passiert seitdem - außer dass Geschäfte frisch renoviert, Versicherungssummen bezahlt und Fassaden wieder hergestellt wurden?

    Gesprächsgäste:
    Andy Grote, Innensenator der Stadt Hamburg
    Christiane Schneider, Die Linke, Abgeordnete der Bürgerschaft Hamburg
    Sieghard Wilm, Pfarrer, St.-Pauli-Kirche Hamburg
    Simone Buchholz, Autorin und Anwohnerin
    Cord Wöhlke, Inhaber der Drogeriemarktkette Budnikowsky, Hamburg
    Rafael Behr, Soziologe, Akademie der Polizei
    Axel Schröder, Landes-Korrespondent des Deutschlandradios
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