Themen Rente und Pflege
Fraktionsspitzen betonen bei Münsteraner Treffen Kompromissbereitschaft

Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD versuchen bei einer Klausur in Münster, ihre Konflikte im Zusammenhang mit den anstehenden Reformen zu lösen.

    Dr. Matthias Miersch (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion), Thorsten Frei (Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) und Alexander Hoffmann (Vorsitzender der CSU im Bundestag), (v.l.n.r.) auf einem Presserundgang am Aasee anlässlich der Klausurtagung der Fraktionsvorstände von Union und SPD.
    Klausurtagung der Fraktionsvorstände von Union und SPD in Münster (Lars Berg / dpa)
    Zum Auftakt des Treffens betonten die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Union die Notwendigkeit von Kompromissbereitschaft innerhalb des Regierungslagers. Bei der Klausur geht es vor allem um die Themen Rente und Pflege. Bundeskanzler Merz hatte gestern bekräftigt, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft werden soll. Dagegen gibt es auch aus den eigenen Reihen Widerstand.
    Unionsfraktionschef Frei sagte in Münster, Union und SPD müssten bei der konkreten Umsetzung einen gemeinsamen Weg gehen, der auch Zumutungen enthalte. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sprach vom "Mut von Münster."
    SPD-Fraktionschef Miersch hatte zuvor im Deutschlandfunk gesagt, die Rentenkommission habe einen hervorragenden ⁠Vorschlag vorgelegt, der eine Grundlage sei. Jetzt fange das parlamentarische Denken an. Ein Kompromiss bei der Rente könne zum Beispiel Übergangsfristen beinhalten, so Miersch.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.