Themen Rente und Pflege
Fraktionsspitzen betonen bei Münsteraner Treffen Kompromissbereitschaft

Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben bei einer Klausur in Münster über Unstimmigkeiten bezüglich der geplanten Reformen gesprochen.

    Die drei stehen nebeneinander im Freien auf einem Weg vor einer Baumgruppe.  Hinter ihnen zahlreiche weitere Personen, vor ihnen  eine Mikrofonstange.
    Die Fraktionschefs Miersch (l.) und Frei (m.) sowie CSU-Gruppenchef Hoffmann vor Journalisten in Münster. (Lars Berg / dpa)
    Das Treffen ging am Nachmittag zu Ende; über Ergebnisse ist noch nichts bekannt. Zum Auftakt hatten die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Union, Miersch und Frei, die Notwendigkeit von Kompromissbereitschaft innerhalb des Regierungslagers betont. Bei der Klausur ging es vor allem um die Themen Rente und Pflege. Bundeskanzler Merz hatte gestern bekräftigt, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren wie von der Rentenkommission vorgeschlagen abgeschafft werden soll. Dagegen gibt es auch aus den eigenen Reihen Widerstand.
    Unionsfraktionschef Frei sagte in Münster, Union und SPD müssten bei der konkreten Umsetzung einen gemeinsamen Weg gehen, der auch Zumutungen enthalte. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann sprach vom "Mut von Münster."
    SPD-Fraktionschef Miersch hatte zuvor im Deutschlandfunk gesagt, die Rentenkommission habe einen hervorragenden ⁠Vorschlag vorgelegt, der eine Grundlage sei. Jetzt fange das parlamentarische Denken an. Ein Kompromiss bei der Rente könne zum Beispiel Übergangsfristen beinhalten, so Miersch.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.