Mehrjahresplan
Frankreich drosselt Erneuerbare und setzt auf Atomkraft

Frankreich bremst den Ausbau von Wind- und Solarkraft in den kommenden Jahren.

    Zwei Kühltürme eines Atomkraftwerkes in Frankreich
    In Frankreich soll mehr auf Atomkraft gesetzt werden, hier das Atomraftwerk Golfech. (picture alliance / AP Images / Bob Edme))
    Bis 2030 sollen 48 Gigawatt durch Solarkraft produziert werden, heißt es in einem auf zehn Jahre angelegten Energieplan der Regierung. In einer früheren Fassung des seit drei Jahren debattierten Plans war noch von 54 Gigawatt die Rede gewesen. Windkraftanlagen auf dem Land sollen demnach bis 2030 nur noch 31 statt wie bisher geplant 33 Gigawatt produzieren. Das Ziel für Windkraftanlagen vor der Küste bleibt hingegen unverändert. Wie erwartet, bekräftigt der Energieplan den von Präsident Macron angekündigten massiven Ausbau der Atomkraft. Zunächst sollen sechs neue Reaktoren gebaut werden. 
    Trotz des langsameren Ausbaus der Erneuerbaren Energien soll der Anteil fossiler Energie am Gesamtverbrauch nach den Plänen von 60 Prozent im Jahr 2023 auf 40 Prozent im Jahr 2030 schrumpfen. 
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.