
Hunderte Franzosen nahmen an einem Fahnenappell auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der südfranzösischen Stadt Orange teil. Staatspräsident Macron würdigte die Entscheidung der jungen Menschen, Frankreich zu dienen und sich für die Freiheit einzusetzen. Der Freiwilligendienst ist eines von Macrons letzten großen Projekte zum Ende seiner Amtszeit. In diesem Jahr werden bis zu 3.000 Freiwillige erwartet. Die Zahl der neuen Rekruten soll jährlich bis 2030 dann auf 10.000 erhöht werden. Zunächst müssen Kasernen und Infrastruktur errichtet werden.
Im Rahmen des in diesem Sommer verabschiedeten Militärprogrammgesetzes wurde ein spezielles Budget in Höhe von 2,3 Milliarden Euro bewilligt. Im Gegensatz zum früheren Wehrdienst, der 1996 eingestellt wurde, ist das neue Programm nicht verpflichtend. Es richtet sich an junge Franzosen im Alter von 18 bis 25 Jahren, die bei einer Auswahl eine Vergütung von etwa 800 Euro pro Monat erhalten. Laut F.A.Z. umfasst der zehnmonatige Wehrdienst einen Monat Ausbildung und neun Monate im Heer, bei der Luftwaffe oder bei der Marine. Auslandseinsätze sind ausgeschlossen.
Nach Angaben des Élysée-Palasts gab es bereits im ersten Jahr eine hohe Zahl an Bewerbungen. Der Frauenanteil liegt bei gut 30 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
