Angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage liefen Vorbereitungsarbeiten für eine Evakuierungsaktion, hieß es aus der französischen Botschaft in der nigrischen Hauptstadt Niamey. Erste Flüge sind schon für heute geplant. Das französische Außenministerium in Paris bestätigte die Pläne. Es befänden sich 500 bis 600 französische Staatsbürger in dem Land, hieß es. Die ehemalige Kolonialmacht hat im Niger sowie im benachbarten Tschad etwa 2.500 Soldaten stationiert. Am Wochenende hatte es in Niamey Proteste von Anhängern der Putschisten gegeben, bei denen es auch zu Angriffen auf die französische Botschaft gekommen sein soll.
Die Bundesregierung hatte gestern mitgeteilt, dass sie derzeit keine Evakuierungspläne für deutsche Zivilisten und Bundeswehrangehörige hat. Die Situation im Land nach dem Militärputsch werde aber beobachtet, hieß es.
Diese Nachricht wurde am 01.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
