"Politisches Signal"
Frankreich und Kanada eröffnen diplomatische Vertretungen auf Grönland

Vor dem Hintergrund der von US-Präsident Trump geäußerten Ansprüche auf Grönland haben Frankreich und Kanada dort diplomatische Vertretungen eröffnet.

    In der Hauptstadt Nuuk zogen am 17. Januar 2026 tausende Demonstranten unter Führung von Grönlands Regierungschef Nielsen zum US-Konsulat. Sie demonstrierten gegen die US-Ansprüche auf Grönland.
    Protest gegen US-Ansprüche auf Grönland in der Hauptstadt Nuuk am 17. Januar 2026. (picture alliance / MAXPPP / DAVID ADEMAS / OUEST-FRANCE)
    Frankreich werde damit das erste EU-Land, das ein Generalkonsulat auf der zu Dänemark gehörenden Insel habe, hieß es aus Paris. Außenminister Barrot betonte, die Eröffnung sei ein "politisches Signal". Der französische Generalkonsul Poirier erklärte, seine Aufgabe sei es, die Position der Grönländer zu verstehen und sie zu unterstützen, wenn sie dies wünschten. Der Schritt war von Präsident Macron während seines Grönland-Besuchs im vergangenen Sommer angekündigt worden. 
    Kanada hatte seinerseits bereits 2024 die Einrichtung eines Generalkonsulats in Aussicht gestellt. Deutschland ist in Grönland lediglich mit einem ehrenamtlich tätigen Honorarkonsul vertreten.
    Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.