
In Paris trat am Abend ein Krisenstab der Regierung zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. An der französischen Atlantikküste bei Bordeaux mussten inzwischen rund 110.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, erklärte Frankreichs Innenminister Nuñez. Die Flammen würden von starken Windböen immer wieder angefacht. Nunez kündigte an, dass das französische Militär zur Unterstützung der Feuerwehr eingesetzt werde. Die zuständige Präfektur teilte mit, das Feuer habe sich auf 19.000 Hektar Fläche ausgedehnt und bislang mehr als 100 Gebäude und einen Campingplatz zerstört. Von Cap Ferret aus würden für die Evakuierung auch Schiffe eingesetzt. Die Feuerwehr sei mit 1.000 Einsatzkräften, neun Löschflugzeugen und zwei Löschhubschraubern im Einsatz. 42 Feuerwehrleute seien im Einsatz verletzt worden.
Spanien ruft nationalen Notstand aus
In Spanien haben sich mehrere Brände in der Nähe der Hauptstadt Madrid zu einer einzigen Feuerfront zusammengeschlossen. Rund um Madrid mussten inzwischen mehr als 63.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Regierung rief den nationalen Notstand aus. Das Innenministerium in Madrid begründet den Schritt damit, dass gleich mehrere große Brände außer Kontrolle sind und dazu die Wetterlage die Feuer begünstige. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Geld bereitstellen, und das Militär übernimmt die Einsatzleitung. Durch Waldbrände sind in Spanien in diesem Jahr schon fast 130.000 Hektar Land verbrannt.
EU unterstützt Löscharbeiten
Die EU-Kommission erklärte in Brüssel, dass vier Canadair-Flugzeuge nach Spanien entsandt werden und drei nach Frankreich. Beide Länder würden zudem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten vor Ort zu unterstützen.
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
