Als erstes EU-Land
Frankreich verbietet Soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren

Frankreich führt als erstes EU-Land ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ein.

    Ein Kind hält ein Handy vor sein Gesicht und tippt darauf herum. Es sitzt auf einem Bett voller Stoff-Tiere.
    Frankreich hat als erstes EU-Land ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren beschlossen. (picture alliance / photothek.de / Kira Hofmann)
    Der Senat und die Nationalversammlung stimmten am Abend mit breiter Mehrheit für einen entsprechenden Gesetzesvorschlag. Auf Wunsch von Präsident Macron soll das neue Gesetz bereits nach den Sommerferien in Kraft treten.
    Demnach sind ab September neue Konten für unter 15-Jährige auf Sozialen Medien verboten, für bestehende Konten gibt es eine Übergangsfrist bis zum Jahresende. Zudem wird das Handyverbot in Schulen auf die Oberstufe ausgeweitet. Es gibt allerdings weiterhin Ausnahmeregelungen.
    Ziel des Gesetzes ist es, gesundheitsschädliche Auswirkungen der Onlinenetzwerke auf Heranwachsende zu vermeiden. Dafür müssen die Plattformen ein System zur Altersüberprüfung einrichten.
    In der EU wird derweil ein Mindestalter von 13 Jahren für Soziale Medien und andere Online-Angebote diskutiert. Vergangene Woche hatte ein von der EU-Kommission beauftragtes Expertengremium seine Empfehlungen für den Jugendschutz im Internet vorgestellt.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.