
Das teilte Amtsinhaber Lecornu in Paris mit. Er bezeichnete Balladurs politischen Weg als eng verknüpft mit fünfzig Jahren der fünften Republik in Frankreich. Balladur sei zudem stets eine führende Persönlichkeit in der Gesellschaft gewesen. Seine Familie kündigte eine Trauermesse im engsten Familienkreis an.
Der Konservative Balladur war von 1993 bis 1995 letzter Premierminister unter dem sozialistischen Präsidenten Mitterrand. Während seiner Amtszeit setzte er sich für die Privatisierung staatlicher Unternehmen ein. Im Zuge seiner Präsidentschaftskandidatur 1995 entstanden Vorwürfe der illegalen Wahlkampffinanzierung. Der Büroleiter Balladurs und ein Parteifreund wurden Jahre später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Balladur selbst wurde freigesprochen.
Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
