Zeitungsinterview
Frankreichs Präsident Macron: "Europa in der aktuellen Phase auf sich allein gestellt"

Der französische Präsident Macron hat Europa angesichts der geopolitischen Spannungen zu mehr Einigkeit aufgerufen.

    Präsident Emmanuel Macron im Anzug vor dunklem Hintergrund
    Frankreichs Präsident Macron (Archivbild) (imago / NurPhoto / Nicolas Economou)
    Jeder müsse sich bewusst machen, dass die Krise, die man erlebe, einen tiefgreifenden Bruch darstelle, sagte Macron mehreren europäischen Zeitungen. Man sei in dieser Phase ganz auf sich allein gestellt. Macron forderte erneut, dass der Binnenmarkt vereinfacht wird und die EU-Staaten gemeinsam Kredite aufnehmen. Der Weltmarkt verlange nach sicheren und liquiden Vermögenswerten und europäischen Schulden. Damit könnte Europa auch die Vormachtstellung des US-Dollars herausfordern.
    Mit Blick auf die transatlantischen Beziehungen sagte Macron, man müsse stets mit neuen Drohungen aus den USA rechnen. Der Streit um Grönland habe zweifellos gezeigt, dass Europa bedroht sei.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.