
Sie stünden im Verdacht, an der Ermordung von mehr als 40 albanischen Zivilisten durch serbische Truppen im Dorf Recak beteiligt gewesen zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Verdächtigen seien als Mitglieder damaliger Spezialeinheiten der serbischen Polizei identifiziert worden.
Wegen des Massakers von Rečak im Januar 1999 hat die Staatsanwaltschaft des Kosovo bereits 21 weitere Serben wegen Mordes, Folter, Verschleppung und weiterer Straftaten angeklagt. Das Massaker gehört zu den schwersten Kriegsverbrechen im Kosovo-Krieg von 1998 bis 1999. Zugleich markierte es einen Wendepunkt im Krieg: Die Empörung über die Vorfälle in dem Dorf führte dazu, dass die NATO Luftangriffe auf die Truppen des damaligen serbischen Machthabers Milošević aufnahm. Milosevics Kämpfer zogen sich daraufhin aus dem Kosovo zurück, die UNO startete eine Mission in dem Gebiet. 2008 erklärte sich das Kosovo schließlich für unabhängig. Belgrad erkennt den Schritt bis heute nicht an.
Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
