Folgen der Hitze
Futtermangel auf Bauernhöfen - Tiere werden früher geschlachtet

In Süddeutschland ist es wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit zu einem Futtermangel für Nutztiere gekommen.

    Körnermais bei extremer Trockenheit Anfang August
    Körnermais bei extremer Trockenheit Anfang August - die Hitze bringt die Landwirte wegen des fehlenden Futters für ihre Tiere in Schwierigkeiten. (picture alliance / APA-Images / R4439)
    In Baden-Württemberg stehe derzeit 30 bis 40 Prozent weniger Futter zur Verfügung als sonst um diese Jahreszeit, teilte der Landesbauernverband mit. Auf den vertrockneten Wiesen wachse kaum etwas nach. Betrieben, die auf Gras und Heu angewiesen seien, fehlten damit wichtige Reserven. Auch in Bayern und Hessen herrscht den dortigen Verbänden zufolge Futterknappheit. Aufgrund der angespannten Lage müssen Tiere teilweise früher geschlachtet werden.
    Auch bei der Ernte rechnen Landwirte wegen der Trockenheit mit Einbußen. Seit Beginn der Dürreperiode Mitte Juni sind nach Angaben des Deutschen Raiffeisenverbandes rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps ausgefallen. Das bedeute Einnahmeverluste von 600 Millionen Euro. Die günstige Witterung im Frühjahr habe noch größere Schäden verhindert.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.