
Sowohl er als auch der kanadische Ministerpräsident Carney kündigten eine Reihe von neuen Sanktionen unter anderem gegen Russlands Schattenflotte an. Wie aus Teilnehmerkreisen verlautete, wollen die G7-Staaten zudem den russischen Energiesektor weiter sanktionieren. Vereinbart wurden darüber hinaus zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine unter anderem zur Stärkung der Luftabwehr. An dem Gipfel der sieben wirtschaftsstärksten Nationen nimmt als Gast auch der ukrainische Präsident Selenskyj teil.
Trump will Öl-Sanktionen gegen Russland "bald" wieder in Kraft setzen
US-Präsident Trump will ausgesetzte Sanktionen gegen russische Öl-Exporte wieder in Kraft setzen. Die USA würden "bald in der Lage sein", dies zu tun, sagte Trump am Dienstag beim G7-Gipfel im französischen Evian. Er verwies dabei darauf, dass durch die Einigung mit dem Iran "jetzt das Öl wieder fließt", das aus der Golfregion über die Straße von Hormus auf den Weltmarkt kommt.
Die USA hatten wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Iran-Krieg und der darauf stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen vorübergehend gelockert. Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) dadurch zeitweise nahezu verdoppeln.
Von der Leyen bei G7: Blatt wendet sich für Ukraine
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nach G7-Beratungen mit US-Präsident Donald Trump optimistisch gezeigt, dass in die Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine neuer Schwung kommt.
"Das Blatt wendet sich für die Ukraine", erklärte sie nach einer Arbeitssitzung bei dem G7-Gipfel führender westlicher Demokratien in Frankreich. Die Lage im Jahr 2026 unterscheide sich stark von der im Jahr 2025. Während die Ukraine mutig die Front halte, zeige sich Russlands Erschöpfung offen.
Es sei nun der Moment, die Unterstützung für die Ukraine noch einmal deutlich zu verstärken, schrieb von der Leyen in sozialen Medien. Die G7 stehe solidarisch hinter einer starken und souveränen Ukraine.
Es sei nun der Moment, die Unterstützung für die Ukraine noch einmal deutlich zu verstärken, schrieb von der Leyen in sozialen Medien. Die G7 stehe solidarisch hinter einer starken und souveränen Ukraine.
Ein weiteres Thema des Treffens ist die Lage im Nahen und Mittleren Osten. Zu dieser Runde sind auch die Präsidenten Ägyptens und der Vereinigten Arabischen Emirate sowie der Emir von Katar eingeladen.
Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.
Diese Nachricht wurde am 16.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
