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Games und RechtsextremismusPräventionsarbeit in Pixeln

Mit dem Computerspiel "Leons Identität“ sollen Jugendliche für die Gefahren rechtsextremistischer Beeinflussung sensibilisiert werden. "Wir wollten das nicht zu offensichtlich als Lernspiel verpacken, sondern auch einen gewissen Unterhaltungsfaktor drin haben“, sagte Entwickler Hans Böhme im Dlf.

Hans Böhme im Corsogespräch mit Sigrid Fischer | 23.09.2020

Auf dem Bild sieht man ein Bett. Darüber eine auf den Kopf gedrehte Deutschlandfahne
Ein Screenshot aus dem Computerspiel "Leons Identität" (bildundtonfabrik)
Das Computerspiel "Leons Identität" ist im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei und dem Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt worden. Die Konzeption des Spiels sei in enger Absprache mit diesen beiden Institutionen erfolgt, sagte Entwickler Hans Böhme. "Vor allem, weil auch viel Expertise von deren Seite kommt."
Für das Spiel haben die Entwicklerinnen und Entwickler Organisationen erfunden, die echten rechtsextremen Vereinigungen ähneln. "Im Fokus des Spiels steht ja die gesamte neue rechte Bewegung", so Böhme. Das Computerspiel sei vor diesem Hintergrund eines der besten Medien, um solche Inhalte pädagogisch zu verarbeiten.
Interaktives Lernen
"Es liegt in der Natur der Sache von Computerspielen, dass es eben ein interaktives Medium ist", sagte Böhme weiter im Dlf. "Und man kann Dinge besser lernen, indem man sich selber betätigt, wenn man selber interaktiv herausfindet und Verknüpfungen herstellt."
Dem Entwickler-Team sei es dabei stets wichtig gewesen, nicht nur "zur Aufklärung gegen Rechtsextremismus beizutragen", sondern auch eine gute Geschichte zu erzählen.
Schatten von Menschen, Text: Rechtsextremismus
Rechtsextremismus - das Dossier zum Thema (dpa / Martin Schutt)