Spanien
Gebeine der ersten Könige von Aragón vor Waldbrand gerettet

Angesichts eines herannahenden Waldbrands haben Einsatzkräfte in Nordostspanien die Gebeine der ersten Könige des mittelalterlichen Königreichs Aragón aus einem rund tausend Jahre alten Kloster in Sicherheit gebracht. Die sterblichen Überreste stammen aus dem königlichen Pantheon von San Juan de la Peña, in dem nach Angaben der Regionalregierung von Aragonien Ramiro I., Sancho Ramírez und Pedro I. bestattet sind.

    Feuerwehrleute bringen die Gebeine der ersten Könige von Aragón vor einem Waldbrand in Sicherheit.
    Feuerwehrleute bringen die Gebeine der ersten Könige von Aragón vor einem Waldbrand in Sicherheit. (AFP / HANDOUT)
    Die Einsatzkräfte trugen Behälter mit Schädeln und anderen Knochen aus dem Kloster. Auch Kunstwerke und ein Kelch wurden in Sicherheit gebracht, während auf den umliegenden Hügeln die Flammen loderten.
    Das ältere Kloster hat seinen Ursprung im 10. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten historischen Stätten Aragoniens. Einer Legende zufolge wurde dort einst der Heilige Gral aufbewahrt. Die Anlage liegt nahe einer der Jakobsweg-Pilgerrouten nach Santiago de Compostela und zieht jährlich rund 100.000 Besucher an.
    Der Waldbrand in Aragonien war Anfang der Woche ausgebrochen und erfasste nach Angaben der Regionalbehörden ein Gebiet von mehr als 10.000 Hektar. Rund 850 Menschen aus umliegenden Ortschaften wurden evakuiert, etwa 500 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen.
    Diese Nachricht wurde am 15.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.