Andrang in Italien
Gebeine des Heiligen Franz von Assisi erstmals öffentlich gezeigt - 400.000 Besucher erwartet

Zum ersten Mal seit fast 800 Jahren werden in Italien die sterblichen Überreste von Franz von Assisi öffentlich gezeigt. Die Gebeine des 1226 verstorbenen Gründers des Franziskanerordens sind in der Basilika San Francesco in Assisi ausgestellt.

    Menschen stehen Schlange, um die gebeine des heiligen Franz von Assisi zu sehen, die in einem Glaskasten liegen
    Gebeine des heiligen Franz von Assisi - zum ersten mal seit fast 800 Jahren öffentlich gezeigt (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Gregorio Borgia)
    Für die vier Wochen dauernde Ausstellung haben sich nach Angaben des Franziskanerordens bereits rund 400.000 Menschen aus aller Welt angemeldet. Alle halbe Stunde dürfen rund 750 Menschen die Basilika betreten und einen Blick auf die Reliquien werfen.
    Franz von Assisi wirkte im 13. Jahrhundert. Als Sohn einer reichen Familie entsagte er jeglichem Besitz und widmete sein Leben den Armen. Zwei Jahre nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen. Seine Gebeine wurden in die 1230 zu seinen Ehren erbaute Basilika überführt.
    1818 wurde das Skelett des Heiligen exhumiert, wissenschaftlich untersucht und auf seine Echtheit überprüft. Seitdem wurden die Gebeine lediglich ein einziges Mal, 1978, für einen Tag einer begrenzten Personenzahl gezeigt.
    Diese Nachricht wurde am 22.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.